|
Dieses Kapitel wird Sie in die Notation von Dynamik
und der Art des Gebrauchs in Harmony-Melody einführen.
Realisierung
|
 |
Geräusche, die mit einem Musikinstrument gemacht
werden, können
lauter oder leiser sein. Auf einem Klavier, z.B., wird der Klang
lauter,
wenn der Pianist die Tasten stärker anschlägt, als wenn er
sie
leichter berüht.
In der computergenerierten Musik heißt dies die Anschlagstärke
der Noten.
In Harmony-Melody kann die Anschlagstärke von 0 (überhaupt
kein Klang) bis 127 (lauteste Note) varieren.
Es gibt mehrere Möglichkeiten, die
Anschlagstärke einer Note
zu verändern :
-
Anschlagstärke einer einzelnen Note
verändern : Doppelklicken
Sie auf die Note und verändern Sie die Anschlagstärke
numerisch.
-
Anschlagstärke für den Auswahlbereich
verändern :
Wählen Sie eine Gruppe von Noten aus und klicken Sie auf
"Bearbeiten>Funktionen>Anschlagstärke
ändern...". Sie können die Anschlagstärke aller
ausgewählten
Noten auf einen bestimmten Wert einstellen oder einen Wert subtrahiern
oder addieren...
-
Anschlagstärke eines Notensystems grafisch
bearbeiten : Wechseln
Sie in den "Anschlagstärke bearbeiten" Modus (Notensystem Kontext
Menü > Anschlagstärke bearbeiten). Klicken Sie auf die
rote Kurve
um die Anschlagstärke der Noten in diesem Notensystem grafisch zu
bearbeiten.
Die oben angeführten Aktionen verändern den
Anschlagstärke-Wert
einer Note wirklich.
Einige Effekte einer Note können ebenfalls
die Anschlagstärke einer Note verändern, z.B. staccato.
Dynamik kann die gespielte Anschlagstärke
einer Note ändern.
Sie ändert den Anschlagstärke-Wert einer Note nicht wirklich,
sondern nur die Art wie eine Note gespielt wird.
Diese Möglichkeiten sind in der "Dynamik" Palette zusammengefasst.
Ein Dynamik-Objekt wird auf ein Notensystem angewendet,
auf das es gezeichnet
wurde und bleibt bis zum Ende des Notensystems aktiv oder bis zum
nächsten
Dynamik-Objekt, falls vorhanden.
Sie können die Dynamik-Objekte auch für die ganze Partitur
für gültig erklären. Dann ist es empfehlenswert, diese
globalen
Objekte alle im ersten Notensystem der Partitur zu gruppieren.
Bearbeiten
|
 |
Um ein Dynamik-Objekt zu setzen, wählen Sie es in
der Dynamik Palette
aus und klicken Sie in die Partitur : es wurde in die Partitur
eingefügt.
Mit einem Doppelklick auf das Objekt kann man es
bearbeiten und seine
Parameter verändern. Hier sehen Sie, wie diese Objekte in
Harmony-Melody
aussehen :
Es gibt zwei Typen von Dynamik-Objekten :
-
Objekte wie das auf der linken Seite erhöhen oder vermindern die
Kraft
(Anschlagstärke) von gespielten Noten. Sie werden crescendo
und decrescendo genannt. Die Anschlagstärke wird sich vom
Beginn
des Symbols bis seinem Ende langsam verändern. Wenn Sie solch ein
Objekt in Ihre Partitur einfügen, lassen Sie die Maustaste
gedrückt
und bewegen Sie die Maus, um die Fläche des Objekts zu
vergrößern.
-
Objekte wie das auf der rechten Seite stzen die Kraft der Noten. Die
gespielte
Anschlagstärke wird verstärkt oder vermidert, bis ein anderes
Dynamik-Objekt auftaucht. Die Buchstaben sind eine Abkürzung von
ihren
italienischen Namen :
| pp |
Pianissimo |
sehr leise |
| p |
Piano |
leise |
| mp |
Mezzo Piano |
ziemlich leise |
| mf |
Mezzo Forte |
relativ laut |
| f |
Forte |
laut |
| ff |
Fortissimo |
sehr laut |
 |
Anmerkung : Die
eigentliche Anschlagstärke einer Note wird durch ein
Dynamik-Objekt
nicht verändert, nur die Audio-Ausgabe (oder der Digitale Export)
wird verändert. |
|
Um ein Dynamik-Objekt zu bearbeiten, doppelklicken Sie auf es. Hier
sind
die Einstellungen, die Sie ändern können :
-
Dynamik Kraft : von 0 bis 500%. Dieser Anteil
wird der Anschlagstärke
der aktuellen Note zugewiesen, wenn sie gespielt wird. Werte unter 100%
vermindern die gespielte Anschlagstärke der Note (Ausgabe der Note
wird leiser), Werte über 100 vergrößern die gespielte
Anschlagstärke
der Note (Ausgabe der Note wird lauter). Bei crescendo oder decrescendo
können Sie die Anteile der Startkraft und der Endkraft einstellen.
-
Sie können einstellen, ob das Objekt tatsächlich
Einfluß
auf die Note hat, oder ob es nur eingrafisches Symbol ist.
-
Sie können einstellen, ob das Objekt nur auf das Notensystem
Einfluß
hat, in dem es eingefügt wurde, oder auf die ganze Partitur.
- Der angezeigte Text kann
geändert werden. Geben sie den anzuzeigenden Text anstelle des regulären Dynamiksymbols ein. Sie können folgende Muster verwenden: $p um das Dynamiksymbol "p" anzuzeigen, oder $f, $m, $z. Das $x Muster zeigt das voreingestellte Dynamiksymbol an.
Zum Beispiel: "$x das zweite Mal" zeigt "ppp das zweite Mal" an, wenn die Dynamik "ppp" ist.
- Zeiten: Eine Dynamik kann so eingestellt werden,daß sie nur bei bestimmten Wiederholungen aktiv ist. Erinnerung: Um einen Teil der Partitur mehrmals zu wiederholen benutzen sie Unterbrechungszeichen und Taktstriche.
Zum Beispiel können sie eine Gruppe von Takten so definieren, das sie dreimal wiederholt werden, das erste Mal "fortissimo", das letzte Mal "pianissimo".
Durch einstellen einer Anschlagstärke von 0 das 'n'te Mal, definieren sie ein Tacet. Das erlaubt es ein Instrument stumm zu schalten bei einer bestimmten Wiederholungzahl.
- Kumulativ:
Wenn bei regulärer Benutzung eine Wiederholung eine Dynamik beinhaltet wird die Anschlagstärke so eingestellt, wie es die Dynamik definiert.
Wenn der "Kumulativ" Modus aktiviert ist, wird bei jeder Wiederholung der Wert zum vorhergehenden hinzugefügt. Das ermöglicht es zum Beispiel eine
"Repeat and fade" (Wiederholen und Ausklingen) Sektion zu definieren.
Wenden sie ein decrescendo von 100% auf 80% auf eine Gruppe von wiederholten Takten an und aktivieren sie den Kumulativ Modus.
 |
Anmerkung : Sie
können einen beliebigen Dynamik Kraft Anteil einem beliebigen
Dynamik-Objekt
zuweisen. Trotzdem ist es empfehlenswert, einen gewissen Zusammenhang
in
einer Partitur zu bewahren.
Zum Beispiel sollten Sie vermeiden, Pianissimo
lauter
einzustellen als
Forte... |
|
|